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Update: Mo, 16. Oktober 2017

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Update: Mo, 16. Oktober 2017 am 16.10.2017 von Admin

Nachdem Rossi um Vorschläge für einen geeigneten Stirlingmotor gebeten hat, sind eine ganze Reihe an Vorschlägen eingegangen. Für diejenigen, die den Motor noch nicht kennen, ist es jetzt wohl an der Zeit, ihn einmal zu erklären. Die beste Animation gibt es übrigens auf Wikipedia, aber in einem so ungewöhnlichen Dateiformat, dass ich diese hier nicht integrieren konnte. Youtube ist voll von Erklärungsvideos. Ich habe eines auf Deutsch herausgesucht:



Der Stirlingmotor braucht zum Betrieb also nur eine Temperaturdifferenz. Das zeigt anschaulich auch ein kurzes englischsprachiges Video. Dort betreibt der Kommentator seinen Sterlingmotor erst mit einer Flamme und danach mit Eiswürfeln:



Bei den vielen Youtube-Videos findet sich eine ganze Reihe von Selbstbau-Stirlingmotoren, teilweise mit Hilfe von Konservendosen und anderen ulkigen Materialien angefertigt. In einem Video reichte sogar die Wärme der Hand, um den kleinen Motor in Bewegung zu setzen. Das der Motor seinen Platz nicht in Autos gefunden hat, hat einen einfachen Grund: Er läuft am besten im Dauerbetrieb, ist also nicht für die feine Steuerung mit dem "Gasfuß" geeignet.

Für den E-cat ist der Sterlingmotor der ideale Partner: Er benötigt einfach nur Wärme oder Hitze und schon läuft er.

Eine Anmerkung am Rande: Wieso wurde der Sterlingmotor ausgerechnet von einem schottischen Pfarrer erfunden? Ich verkürze die Antwort einmal: Der Stirlingmotor wurde 1816 von dem damals 26-jährigen schottischen Geistlichen Robert Sterling erfunden. Damals mußte man nicht unbedingt Theologie studiert haben, um eine Pfarrei übernehmen zu können, es genügte "irgendein" Studium. Der Grund dafür war, dass die Predigttexte für das ganze Jahr ohnehin zentral vorgegeben waren, die "Pfarrer" mußten also nichts selbst erdenken. Und so haben sie dann ihre viele Freizeit genutzt, ihren anderweitigen Interessen nachzugehen.

Diese Information habe ich aus einem Buch über englische Pfarreien dieser Zeit (falls ich es wiederfinde füge ich den Titel noch ein). Diese Pfarreien waren Orte der Beschaulichkeit, ausgestattet mit allem was man so braucht: Ein schönes Haus mit Garten, ein geregeltes Einkommen, Bediensteten und ganz im Gegensatz zu den katholischen Pendants auf dem Festland lebten und leben die "Geistlichen" ganz offizell mit Frau und Kindern. Heinrich VIII sei Dank!


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