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Update: Fr, 04. August 2017

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Update: Fr, 04. August 2017 am 04.08.2017 von Admin

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Hier ein Artikel aus dem "New Scientist" auf den ich durch http://e-catworld.com/ aufmerksam geworden bin. Diese Meldung ist eine Sensation, denn sie besagt nichts anderes, als das man einem Aluminium-Nanopulver nur Wasser hinzufügen muß, womit eine Produktion von Wasserstoff beginnt. Für Brennstoffzellen-Autos würde das heißen, dass man einen Vorrat dieses Pulvers (und Wasser) mit sich führt und damit dann Wasserstoff selbst erzeugen kann.

Das amerikanische Militär denkt aber zunächst einmal an Panzer:



Das derartige Erfindungen beim amerikanischen Militär gemacht werden, ist kein Zufall. Dem Militär wird in seine Forschungstätigkeit nicht so hineingeredet, wie man es bei anderen Institutionen tut. Das war schon bei der Kernkraft so: Erst kamen die Atom-Flugzeugträger und Atom-U-Boote und erst später zivile Kernkraftwerke. Auch Rossi wäre ohne den Einfluß des Militärs nie in die USA gekommen.

Nun aber zum Text. Ich übersetze, wie immer, teilweise sinngemäß, ggf. gekürzt: " Die zufällige Entdeckung einer neuen Aluminiumglegierung, die mit Wasser reagiert ist ein höchst unüblicher Weg, welcher möglicherweise den Weg in die Wasserstoffwirtschaft erleichtern könnte. Es könnte sich ein einfacher Weg einer portablen Wasserstoffquelle für Brennstoffzellen und andere Anwendungen ergeben. Möglicherweise könnte damit der Energiemarkt transformiert werden und sich eine Alternative zu Batterien und Flüssigkraftstoffen ergeben.

Ein wichtiger Aspekt dieser Anwendung ist, dass man daraus sehr kompakte Systeme entwickeln kann. Dies ist sehr wichtig für Anwendungen, welche sehr leicht sein müssen und doch für lange Zeit operieren sollen und sich ein Transport des Wasserstoffs in Behältern verbietet.

Die Erfindung geschah im Januar, als Forscher der US Army im Aberdeen Proving Ground, Maryland, an einem neuen sehr starken Aluminium arbeiteten. Als sie Wasser darüber gossen, bildeten sich Blasen wie bei einer Abgabe von Wasserstoff.

Sowas passiert normalerweise bei Aluminium nicht. Üblicherweise, wenn Aluminium Wasser ausgesetzt wird, oxidiert es sehr schnell und formt dabei eine schützende Barriere, die alle weiteren Reaktionen verhindert. Aber dieses Aluminium reagierte weiter. Das Team stolperte in die Lösung eines Jahrzehnte alten Problems.

Wasserstoff wird lange als eine sauberer, grüner Brennstoff angesehen, der aber schwierig zu speichern ist weil er so ein großes Volumen besitzt. Daher ist das Problem des Wasserstoffs sein Transport und seine Verdichtung.

Wenn Aluminium so gemacht werden könnte, dass es effektiv mit Wasser reagiert, könnte man Wasserstoff bedarfsgerecht herstellen. Anders als Wasserstoff sind Wasser und Aluminium leicht zu transportieren und beide sind (chemisch) stabil. Aber bisherige Versuche zur Auslösung der Reaktion erforderten hohe Temperaturen oder Katalysatoren und waren langsam: Es dauerte Stunden, um den Wasserstoff zu gewinnen und das Verfahren war auch nur zu 50 % effizient.

Die neue Legierung, die jetzt auch Gegenstand einer Patentierung ist, basiert auf einem Aluminium Mikro-Puder und einem oder mehreren Anteilen anderer Metalle. Fügt man dieser Mixtur Wasser hinzu, werden Aluminium-Oxyde oder Hydroxide und Wassersoff produziert, und zwar große Mengen. Dies geschieht mit einer nahezu hunderprozentigen Effizienz in weniger als drei Minuten, sagt der Teamleiter Scott Grendahl. Darüberhinaus liefert das neue Material mehr Energie als Lithium-Batterien mit demselben Gewicht. Und, anders als Batterien, bleibt die Leistung stabil und kann praktisch unbegrenzt lange genutzt werden.

Das Army-Team hat das Material genutzt, um damit einen kleinen ferngesteuerten Panzer anzutreiben. Grandahl sieht keine Hindernisse, hunderte von Tonnen des Rohstoffes aus Schrott-Aluminium herzustellen, welches relativ billig zu haben ist.

"Im Prinzip sollte dieser Prozeß funktionieren", sagt Robert Steinberger-Wilckens, der das Brennstoffzellen-Programm der Universität Birmingham in UK leitet. Er weist lediglich darauf hin, dass das Experiment wiederholt werden muß, um zu zeigen, dass die Reaktion stattfindet wie sie es soll. "Manche Dinge funktionieren im Labor, aber nicht in der Praxis."

Wenn sich die Sache entwickelt wie erhofft, könnte das Puder auch als Rohmaterial für 3-D-Drucke genutzt werden. Das schlagen jedenfalls die Forscher vor und denken dabei an militärische Anwendungen in Form kleiner Luft oder Bodenroboter, die ihre eigene Struktur als Kraftstoff nutzen. Diese selbst-kannibalisierenden Maschinen wären für spezielle Anwendungen nutzbar, bei denen sie sich am Ende selbst zerstören und keine Spuren hinterlassen würden."


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