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Und es gibt sie doch:

SAUBERE UND BILLIGE ENERGIE DURCH KALTE KERNREAKTION

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 Eintragerstellt am 31.01.2019 - 19:03 von Admin [Kategorie: Technik]

Ein denkwürdiger Tag. Die Präsentation ist vorbei und sie war, mit verschiedenen Hindernissen, sehr informativ.

Hindernis 1: Die Präsentation lief nicht wie angekündigt auf der Seite mit dem verhüllten E-Cat, sondern ganz woanders. Ich hatte zum Glück gleichzeitig die Seite von E-Cat-World geöffnet und da lief dann unter dieser Adresse die Demonstration.

Hindernis 2: Rossi's Stimme hat sehr gelitten, er war nur sehr schwer zu verstehen. Dennoch waren die Aussagen klar und ich gebe die (von mir für wichtig gehaltenen Fakten) in der Reihenfolge weiter, wie sie in der Präsentation aufgetaucht sind.

Vorsorglich noch dies: Ich habe keinerlei geschäftliche Verbindung zu Rossi oder seiner Firma, die hier wiedergegebenen Daten berichte ich nach bestem Wissen, rechtlich verbindlich sind nur Aussagen, die von der Leonardo-Corporation selbst gemacht werden. Zunächst erschien der "unverhüllte E-Cat":



So wie er dort steht hat er ein Volumen von ca. 1 Kubikmeter. Der Behälter enthält auch den Wärmetauscher. Er hat eine thermische Leistung von 21.91 kW bei einem Eigenverbrauch von 380 wh. Der COP beträgt 57, d. h. der Ecat-SK produziert 57 mal soviel thermische Energie wie ihm an elektrischer Energie zugeführt wird. Der Reaktorkern selbst ist 1,1 cm lang und 0,3 cm im Durchmesser. Eine Kontrolleinheit kann 10 dieser Geräte versorgen. Die Füllung des E-Cat SK reicht mindestens für ein Jahr. Die Lebensdauer des ganzen Gerätes schätzt Rossi auf 20 Jahre. Dampf kann bis zu einer Temperatur von 550° Celsius geliefert werden.

Das gezeigte Plasma nannte Rossi seine 'Ballerina', weil es sich wie eine Tänzerin bewegt. (Leider hat da der Screen-Shot nicht funktioniert, aber es war auch nur helles Licht zu sehen).

Die Kernaussage der Präsentation war: Der Ecat-SK ist fertig und die Lieferung von Wärme für industrielle Abnehmer kann beginnen. (Zu Erinnerung: Die Kosten der gelieferten Wärme liegen mindestens 20 % unter den vor Ort verfügbaren bzw. genutzten Energieträger.)

Ein großes Thema war der Ersatz bestehender Kraftwerke durch den Ecat, bzw. der Ersatz der bisherigen Heizquelle. Rossi sagte, es sei kein besonders schwieriges technisches Unterfangen die Heizquelle (z. B. Kohle, Öl oder Gas) durch Ecats zu ersetzen, das eigentliche Problem sei administrativ. Es gebe für derartige Anlagen langfristige bestehende Verträge die einzuhalten sind. Nach seinem Dafürhalten sei es einfacher ein neues Kraftwerk mit E-Cats zu bauen als ein bestehendes umzurüsten.

Breiten Raum nahm die Vergabe von Produktions- und Vertriebslizenzen ein. Rossi ist sich im klaren darüber, dass er mit seiner kleinen Mannschaft nicht für eine schnelle Verbreitung der Technologie sorgen kann und ist deshalb, auch mit Blick auf sein fortgeschrittenes Alter und seinen Gesundheitszustand bereit, umfassende Lizenzen zu vergeben. So kann am Ende dabei herauskommen, dass der Ecat seinen Weg in den Markt hauptsächlich über bekannte große Anbieter finden wird.

So wie ich Rossi verstanden habe, sind die Konditionen für den Ecat verhandelbar. Es fallen ja auch Kosten für Transport und bauliche Vorbereitungen an. Er deutete an, dass Großabnehmer mit besonderen Zugeständnissen rechnen können. Rossi sagte klar, dass er in jeder Beziehung lieferfähig sei. Aufträge könnten innerhalb weniger Wochen abgewickelt werden.

Länder in denen die Leonard-Corp. hauptsächlich tätig ist sind: USA, Japan, Schweden. Eine japanische Firma ist enger Kooperationspartner bei der Entwicklung einer Gasturbine für den Ecat, mit welcher in hoher Effizienz Elektrizität erzeugt werden kann, dieses Projekt ist aber noch in der Entwicklungsphase. Die Erzeugung von Elektrizität mit Hilfe des Ecat ist im Prinzip schon heute möglich, so wie mit jeder Wärmequelle am Ende Strom erzeugt werden kann, sei es über Stirling-Motoren, thermoelektrische Elemente usw.

Zentrum des Marketing ist für die Leonardo-Corp. die Niederlassung in Schweden. Rossi sagt voraus, dass einer der Hauptabnehmer für den Ecat die Agrarindustrie sein wird, ebenso wie die Lebensmittelindustrie.

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