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Und es gibt sie doch:

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 Eintragerstellt am 17.02.2019 - 19:32 von Admin [Kategorie: Infos]

Noch einmal ein Blick zurück: Vor einigen Jahren hatte Rossi sein Wissen über den Ecat mit der eigens gegründeten Firma "Industrial Heat" geteilt. Sie gehörte zur Firmengruppe von Tom Darden's Firma 'Cherokee-Investment'. Wie der Name schon sagt, ging es um die Versorgung der Industrie mit Wärme. Der Preis für Rossi's know-how betrug 100 Mio. $, 11 Mio. wurden sofort gezahlt, 89 Mio. waren nach Abschluß eines einjährigen Tests fällig. Rossi hatte die Formel für seinen Ecat übergeben, mit der Auflage absoluter Vertraulichkeit.

Während des 1-Jahres-Tests kaufte sich Darden in mehrere LENR-Firmen ein, u. a. Brillouin-Energy. Rossi berichtete damals in seinem Blog, dass er misstrauisch wurde, als Brillouin bei der Entwicklung eigener Geräte in eine Technologie wechselte, die seiner sehr ähnlich war. Auch meldete Industrial-Heat eigene LENR-Patente an. Während des 1-Jahres-Test gingen Besucher auf dem Testgelände ein und aus und beglückwünschten Rossi zu seiner Technologie.

Kurz vor Ablauf des Jahres ließ Industrial-Heat mitteilen, der Test sei komplett misslungen. Damit werde die Restzahlung von 89 Mio. $ nicht fällig. Der von IH und Rossi gemeinsam bestellte Gutachter bestätigte allerdings einen vollen Erfolg des Versuchs. Das Risiko für Industrial Heat war scheinbar überschaubar: Würde Rossi's Leonardo-Corporation auf Grund dieser Entwicklung in Konkurs gehen, wäre man im Besitz der Formel. Würde Rossi die Oberhand gewinnen könnte Industrial-Heat in Konkurs gehen, aber nicht die dahinter stehende Cherokee-Investment. So dachte man.

Rossi hat daraufhin den Lizenzvertrag fristlos gekündigt und die Gegenpartei u. a. wegen Betruges verklagt. Im Juli 2017 endete das Verfahren mit einem komplizierten gerichtlichen Vergleich, wonach der Lizenzvertrag endet und alle Formeln und Geräte von IH an Rossi zurückzugeben sind. Der Vergleich offenbart deutlich, wie die Strategie von IH gewesen ist und liest sich demzufolge wie ein Kriminalroman.

Die Konkurrenz zwischen Rossi und Darden ist keinesfalls zu Ende. Mit im Boot bei Brillouin-Energy sitzt der Bruder von Google-Gründer Larry Page, Carl Page. Carl Page hat frühzeitig das Potential von LENR erkannt, dabei ist (nach meiner Einschätzung) das Ziel klar: Google will nicht nur die besten selbstfahrenden Autos bauen sondern diese sollen auch nichts verbrauchen. Außerdem will man den beträchtlichen Eigenstromverbrauch verbilligen. Page gründete seinerzeit das "Anthropocene-Institut" und ließ von einem Team hervorragende Ausarbeitungen zu LENR machen, wie z. B. hier zu sehen ist.

Die Botschaft war klar: "LENR sind wir."

Nach dem Vergleich mit Rossi wurde es zunächt einmal still, aber Page ließ verlauten, bei LENR werde am Ende das professionelle Marketing den Erfolg bringen.

In einer umfassenden Dokumentation zeigt nun Greg Goble, dass Google seine LENR-Ambitionen keineswegs aufgegeben hat, ganz im Gegenteil , man arbeitet systematisch an diesem Thema. Der gesamte Text ist zu lang um ihn komplett zu übersetzen. Deshalb hier ein Ausschnitt:

"Carl Page, Bruder des Mitbegründers von Google, ist seit vielen Jahren in das LENR-Unternehmen Brillouin Energy, Berkeley CA, investiert. Als Investor und aktiver Agent ist er im Technischen Beirat tätig und unterstützt das kontinuierliche Wachstum in dieser wichtigen Phase, in der sich Brillouin Energy auf den Eintritt in den kommerziellen Markt vorbereitet" (Pressemitteilung).

Larry Page, als CEO von Google, verfolgt einen alternativen Weg der LENR-Energietechnologie. Die Arbeit wird von einer Gruppe aus den Munday Labs der University of Maryland erledigt. Ende letzten Jahres erhielten die Munday Labs einen lukrativen DoD-Vertrag (DoD=Verteidigungsministerium) für zwei Jahre kontinuierlicher Forschung. Es ist sinnvoll, dass Google Inc. diese Technologie durch die kommerzielle LENR-Reaktor-Designphase, in Partnerschaft mit einer privaten Industrielaborgruppe in der Halbleiter- oder Nanotechnologieindustrie oder in der Sicherheit eines DoD-Labors entwickelt."

Gleichzeitig bietet eine BEC-Foundation Kapitalbeteiligungen an Brillouin-Energy an. Brillouin teilt gleichzeitig mit, dass der COP seiner Geräte von 1.31 auf 2.55 gestiegen ist, ein Wert, der gegenüber dem von Rossi's Ecat nahezu bedeutungslos ist. Aber man ist wohl guter Hoffnung den Wirkungsgrad noch wesentlich zu erhöhen. Ich denke, Rossi wird diese Entwicklung genau beobachten.

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