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Und es gibt sie doch:

SAUBERE UND BILLIGE ENERGIE DURCH KALTE KERNREAKTION

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 Eintragerstellt am 06.06.2019 - 09:17 von Admin [Kategorie: Infos]

In den letzten Tagen ist in allen möglichen Publikationen über die Versuche zur "Kalten Fusion" von Google geschrieben worden. Diese Versuche begannen 2015. Um das einmal zeitlich einzuordnen: Das sog. Lugano-Gutachten wurde 2014 veröffentlicht. Es bestätigte ohne jeden Zweifel die Erzeugung von Überschussenergie durch den Ecat von Andrea Rossi. Dieser Versuch wurde wenig später durch den russischen Physiker Alexander Parkhomov repliziert. Desweiteren bestätigten unabhängige Institutionen nach Analyse der sog. "Asche", dass in dem kleinen Reaktor Kernreaktionen vonstatten gegangen waren.

Kurze Zeit später beteiligte sich die Firma "Industrial-Heat" an Rossi''s Leonardo-Corp. und leistete, nach einer weiteren erfolgreichen Demonstration des Ecat, eine Anzahlung von 11 Mio. $. Weitere 89 Mio. $ sollten nach einem einjährigen Test folgen. Industrial Heat nutzte die Zeit, sich weitere LENR-Patente zu kaufen und sich an LENR-Firmen zu beteiligen, z. B. Brilloin-Energy https://brillouinenergy.com/ und, oh Wunder, in deren Aufsichtsrat saß und sitzt der Bruder von Google-Gründer Larry Page, Carl Page. Es wurde für Rossi offensichtlich, dass das Leonardo-know how zu Brilloin-Energy transferiert werden sollte.

Obwohl der 1-Jahres-Versuch erfolgreich war, verweigerte man die Zahlung der restlichen 89-Mio. $, wohl in der Hoffnung, Rossi würde einen Prozeß finanziell nicht durchstehen. Industrial Heat engagierte eine Heer von Anwälten und eine der größten PR-Agenturen der USA.

Viele dachten schon, Rossi würde kapitulieren, aber im Gegenteil: Er kündigte den Lizenzvertrag fristlos und verklagte Industrial Heat wegen versuchten Betruges. Die Geschworenen des Gerichts waren schon benannt und wurden von der Richterin in die LENR-Materie eingewiesen - da knickte Industrial Heat ein. Es wurde ein Vergleich geschlossen, der I. H. praktisch alle Rechte am Ecat nahm und zu strengstem Stillschweigen über die Technologie verpflichtete.

Carl Page hatte in der Zwischenzeit das Anthropocene-Institute gegründet, in welchem alle LENR-Aktivitäten gebündelt werden sollten. Nachdem durch den Gerichtsvergleich der Zugang zur Rossi-Technologie verschlossen war, wurden die Aktivitäten von "Anthropocene" radikal reduziert. Nicht ohne das Carl Page verkündete, am Ende werde nicht unbedingt die bessere Technologie siegen, sondern die Professionalität in Marketing und Vertrieb.

Das versucht Page nun weiterhin als Aufsichtsratsmitglied von Brillouin und man verfolgt diesen Weg konsequent: Patente wurde erteilt und Lizenzabkommen mit Fernost vereinbart. Nur: Im Vergleich zum Ecat ist der Wirkungsgrad der Brillouin-Geräte minimal, wenn auch langsam steigend.

Jetzt erscheint die Verlautbarung von Google (z. B. hier in Financial Times)



"......Im Jahr 2015 erregte die Arbeit die Aufmerksamkeit von Google. Man organisierte in aller Stille Chemiker und Physiker von mehreren Universitäten und eigenen Labors, um einen neuen Blick auf die Kalte Fusion zu werfen."

Dabei war es mitnichten ein neu erwachtes Interesse an der Kalten Fusion, sondern der Mißerfolg bei der Einverleibung der Rossi-Technologie. Nun berichten plötzlich die gesamten einschlägigen Medien:





"...dreißig Jahre später lebt der Traum von der Kalten Fusion weiterhin. Trotz geringer Chancen auf einen Erfolg, sind die Aussichten auf eine endlose Energie zu wichtig um aufzugeben...".

Gleichzeitig vollführen die Medien, von der FAZ, über "Nature" und weitere andere einen beispiellosen Eiertanz über die Bedeutung der Berichte von Google: Sind sie nun ein Erfolg oder nicht? Auf alle Fälle hätte man keine Beweise für den Erfolg der Rossi-Technologie gefunden.

Russ George, langjähriger LENR-Forscher schreibt in seinem Blog "Atom Ecology":

"Die Autoren des Papiers in Nature geben eine eher ehrliche Aussage ab, dass sie nicht in der Lage waren, die Mindestbedingungen für die Produktion der "kalten Fusion" zu erreichen, die von Fleischmann und vielen anderen weit verbreitet wurden. Es gibt mehr als 1000 Papiere, die den Erfolg auf dem Gebiet der Kalten Fusion in den letzten 30 Jahren dokumentieren. Man muss sehr entschlossen sein, sie nicht zu finden, z.B. weil man Google nicht benutzt." (Quelle: atom-ecology )

Ich ergänze: Man muß auch fest entschlossen sein, sich nicht die vielen Gutachten, Patente, Fachaufsätze usw. anzusehen, um zu dem o. g. Ergebnis zu kommen.

Es ist schon eine üble Geschichte: Google verbreitet etwas und die Presse schreibt wie bestellt.

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