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Und es gibt sie doch:

SAUBERE UND BILLIGE ENERGIE DURCH KALTE KERNREAKTION

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Update: So, 22. September 2019
 Eintragerstellt am 22.09.2019 - 12:38 von Admin [Kategorie: Infos]

Ich hatte gestern berichtet, dass Rossi einen Ecat anbieten will, der zum direkten Antrieb eines Elektrofahrzeugs geeignet ist. Daraus ergeben sich eine Reihe von Fragen, die ich heute an Rossi geschrieben habe:

Lieber Dr. Rossi,

ich beziehe mich auf die Mail von Martn Aubrey vom 19. 9. Sie sprechen von einem Ecat den ich so nicht kenne. Ich kenne den Ecat-SK mit einer thermischen Leistung von rund 22 kW. Sie sprechen jetzt in Ihrer Antwort an M. A. von einem neuen Gerät, das so viel Strom erzeugt, dass damit ein Auto angetrieben werden kann, und zwar auf direktem Wege vom Reaktor zum Elektro-Motor.

1. Beinhaltet das neue Gerät eine Puffer-Batterie?
2. Wie sind die Leistungsdaten des Reaktors.
3. Welchen Zeithorizont gibt es?

Freundliche Grüße

W. Meinders

coldreaction.net


Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob Rossi seine Mails selber schreibt oder ob jemand aus seinem Team 'genehme' Antworten gibt, die er allenfalls insgesamt absegnet. Bei meinem vorigen Briefwechsel ist sogar meine Anfrage selbst korriegiert (bzw. abgemildert) worden. Warten wir ab, was diesmal folgt.

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Kommentar Kommentar am 23.09.2019 - 16:27 von Admin  No.1

Ja, Rossi hat schon geantwortet, aber auch diesmal ist meine Frage "bearbeitet" worden. Meine "Original-Frage" (ins deutsche übersetzt) sehen sie im gestrigen Update. Mein veränderte Frage sehen Sie im Rossi-Blog http://rossilivecat.com/ so:



Dr. Rossi,

In Ihrer Antwort an Martin Aubrey am 19. September haben Sie einen Ecat SK Leonardo erwähnt, der theoretisch ein Auto mit direkter Erzeugung von elektrischer Energie im selbst erhaltenden Modus betreiben könnte.
Haben Sie einen Zeithorizont dafür?

Willi Meinders


Also eine entscheidende Verkürzung ("Glättung") meiner Frage. Und hier die Antwort von Rossi:



...noch nicht, aber wir arbeiten sehr hart daran. Das gleiche Thema wird in einem parallelen Briefwechsel behandelt:



Sehr geehrte Dr. Andrea Rossi,
Ein treuer Anhänger aus den Niederlanden aus der ersten Stunde hat zwei Fragen an Sie:
1- Kann der Ecat für die großtechnische Wasserstofferzeugung eingesetzt werden?
2- Ist der E-Cat SK Leonardo als Teil eines Elektroautos gedacht?
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Boon

Andrea Rossi
22. September 2019 um 9:18 Uhr

Dirk Boon:
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit für die Arbeit unseres Teams von der ersten Stunde an!
Antworten:
1- Der Ecat liefert Energie: er kann für jede gewünschte Produktion verwendet werden. Bisher nur Wärme, ich hoffe bald auch Strom im selbst-erhaltenden Modus.
2- Der Ecat SK Leonardo, wenn die F&E, (Forschung und Entwicklung) die wir durchführen, erfolgreich sein wird, könnte ein Auto in selbst-erhaltenden Modus betreiben.
Mit freundlichen Grüßen

Was kann man aus den Antworten von Rossi schließen: Jedenfalls nicht, dass Rossi einen "virtuellen" E-Cat vor sich herträgt, der nie in die wirkliche Welt gelangen wird. Zu dieser Annahme besteht kein Anlaß, denn dazu gibt es zu viele vertrauenswürdige Gutachten, die gelungenen Demonstrationen, das Patent und die zahlreichen Replikationen. Sogar Airbus bezieht sich in seiner Patentschrift auf die Leonardo-Corp. von Rossi. Nicht zu vergessen sein hoch beachteter Artikel auf Research-Gate.

Aktuell ist es nach meiner Einschätzung so (ich spekuliere), dass er an einem einzigen großen Auftrag arbeitet, etwa 40 Ecat-SK, von denen etwa die Hälfte fertiggestellt ist. Schneller kann er nicht arbeiten, denn es gibt noch keine eingerichtete Serienfertigung. Wenn er zur gleichen Zeit die Lieferung von Wärme eifrig bewirbt, will er sich ein Auftragspolster für den Beginn der Serienfertigung sichern. Darauf deutet auch der folgende Eintrag hin:



Christian SCHOLL
20. September 2019 um 22:56 Uhr

Hallo Andrea
Vielen Dank für deine großartige Arbeit.
Gemäß den vergangenen Kommentaren planen Sie 2 Produktionseinheiten: Eine in den USA und eine weitere in Schweden;
Sind Sie bereit für die Serienproduktion?


Andrea Rossi
21. September 2019 um 2:04 Uhr morgens

Christian SCHOLL:
Wir arbeiten in diese Richtung. Wir sind im Moment nicht bereit, aber wir sind ziemlich weit fortgeschritten.
Herzliche Grüße,
A.R.

Meine Gesamtbeurteilung bleibt folgende: Zu einem grundlegenden Zweifel an Rossi's Arbeit besteht nach wie vor kein Anlaß. Mit seiner gelegentlich voreiligen Berichterstattung will er seine Leserschaft im Rossi-Blog an sich binden, was ihm ja auch gelingt. Ob er der erste am LENR-Markt sein wird ist völlig offen. Es könnte genauso Brilliant-Light Power sein, Deneum, Leif Holmlid oder die Japaner mit Clean Planet/Miura.

Nicht zu vergessen: https://brillouinenergy.com/ verfügt über ein erteiltes Patent in Europa und hat nach eigenem Bekunden bereits zwei Lizenzen nach Südost-Asien erteilt.



Kommentar Kommentar am 27.09.2019 - 13:10 von Admin  No.2

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Ich hatte Rossi noch einmal eine Mail geschickt, folgenden Inhalts:

"Dear Dr. Rossi, are you already negotiating sales and production licenses with large-volume manufacurers of heating systems?"

Kind regards.

Willi Meinders


Übersetzung: Lieber Dr. Rossi, sind Sie bereits in Verhandlungen über Vertriebs- und Fertigungslizenzen mit Großserienherstellern von Heizungsanlagen?

Ich hätte das gerne gewußt, denn dies wäre ein logischer Schritt die Massenfertigung voranzutreiben. Ein etwas größeres Ingenieurbüro, wie die Leonardo-Corporation, ist nicht in der Lage eine "echte" Massenfertigung in Produktion und Vertrieb aufzubauen. Zudem haben Massenhersteller seit Jahrzehnten bestehende Kooperationen mit Installationsbetrieben.

Es als "Leonardo-Corp." alleine zu versuchen hielte ich für weltfremd und der Sache nicht dienlich. Die Massenfertigung von Heizanlagen gibt es ja bereits und sie müßte nach und nach auf Ecat-SK-Geräte umgestellt werden. Die Geräte sind nicht nur äußerlich ähnlich, auch die Anschlüsse und der Wärmetauscher sind vielleicht nicht direkt vergleichbar, aber doch eine Routineangelegenheit für einen Massenhersteller. Ein Massenhersteller hätte es mit seiner Marktmacht auch wesentlich einfacher, ein Sicherheitszertifikat für Privathaushalte zu erhalten. Das hat Rossi selbst einmal in einer Mail eingeräumt.

Seine "Nicht-Antwort" gibt also Raum für eine Vielzahl von Spekulationen.



Kommentar Kommentar am 30.09.2019 - 15:55 von Admin  No.3

Am 27.9.19 hatte ich darüber berichtet, dass Rossi auf meine Frage nach der Vermarktung des Ecat nicht geantwortet hat. Jetzt hat es ein anderer Leser des Blogs http://rossilivecat.com/ eine Frage mit ähnlicher Intention gestellt:



Übersetzung: "Lars
28. September 2019 um 15:46 Uhr

Sehr geehrter Andrea,
Wenn Sie mit dem selbsterhaltenden Modus ohne externe Energiequelle erfolgreich waren, wie werden Sie damit auf den Markt gehen?"


"Andrea Rossi
29. September 2019 um 3:24 Uhr morgens

Lars:
Ja.
Herzliche Grüße,
A.R."

Solch eine Antwort hätte er sich auch sparen können.




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