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 Eintragerstellt am 14.12.2016 - 10:20 von Admin [Kategorie: News]

Ein Weihnachtsgruß



Allen Lesern meines Blogs wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr! Das vorweihnachtliche Bild ist ein Blick auf unser Haus. Oben links ist mein Büro. Eine kleine Geschichte möchte ich Ihnen zu dieser Gegend erzählen. Man könnte sie nennen „Wie es auch alleine mit Muskelkraft funktioniert.“

Vor über dreihundert Jahren hat hier man angefangen, das Moor zu kultivieren. Das Moor war teilweise bis vier Meter hoch und man musste es erst abgraben, bevor man auf festem Boden war. Aber vorher musste man das Moor entwässern und zu diesem Zweck wurden in Handarbeit viele Kilometer Kanäle in das Moor hineingegraben. Das Moorwasser lief dann derart schnell ab, dass es eine richtige Strömung gab.

Nachdem die Kanäle ihre Entwässerungsaufgabe erfüllt hatten, wurden sie zu Schifffahrtsstraßen. Die Pächter gruben sich hinter dem Kanalufer zunächst ein Grundstück für ein einfaches Haus frei. Erst kürzlich hat mir jemand erzählt, dass dies mit dem Haus seiner Großeltern noch so war. Allerdings war um das Haus herum die Torfschicht noch so hoch, dass man zunächst aus keinem Fenster des Hauses hinausschauen konnte.

Die Siedler haben sich dann von ihrer Siedlungsstätte in das Moor hineingegraben. Den gewonnenen Torf brachten Sie mit Booten nach Emden. Diese flachgehenden „Törfmuttjes“ wurden gesegelt oder getreidelt. Treideln heißt, dass der Schiffsjunge bei ungünstigem Wind eine Schlinge um die Brust bekam und das Schiff mit seiner Ladung zog. Die Wege links und rechts der Kanäle hießen deshalb auch „Treidelpfade“.



Auf diesem Bild sehen sie ein „Treidel-Denkmal“.

Weil der freigegrabene Boden auf den Siedlungsstellen nicht sehr fruchtbar war, gedieh hier nur Buchweizen. Buchweizen ist in dem Sinne kein Getreide, sondern ein Knöterichgewächs, aus deren geschälten Kernen man Mehl, Grütze und dergleichen herstellen kann.

Man brauchte dringend eine Verbesserung der Bodenqualität und deswegen brachte man auf dem Rückweg von Emden Schlick mit. Zu diesem Zweck fuhr man bei Flut in die Ems oder den Dollart und wartete dort vor Anker die Ebbe ab. Wenn das Schiff dann auf dem Trockenen lag, hatte man ein paar Stunden Zeit, es mit dem fruchtbaren Schlick zu beladen. Für den Kapitän und den Schiffsjungen waren das ein paar Stunden härtester Knochenarbeit. In Emden fuhr man dann auch noch unter diese oder jene Brücke und die Bewohner kippten den Inhalt ihrer Latrinen in das Schiff. Und weil hin und wieder etwas in die Latrinen hineingefallen ist, was dort nicht hingehörte, findet man manchmal noch heute z. B. Teile von Puppen in den Gärten hier in Großefehn, die vor zwei- dreihundert Jahren einem Kind in Emden in die Toilette gefallen sind.



Hier ist eine alte Fotografie unseres Hauses mit Segelschiffen im Kanal. Dieser hatte damals noch die doppelte Breite. Rechts neben unserem Haus, das man leicht an dem kleinen Fenster im Rundgiebel erkennen kann, steht ein Haus, das vor langer Zeit abgerissen wurde.

Mittlerweile ist fast der ganze Torf abgegraben und die Gegend ist bekannt für ihre ertragreiche Landwirtschaft. Aus der Kleinschifffahrt auf den Kanälen entwickelte sich ein reges Werftgeschehen. Zeitweise wurden hier auf dem Dorf mehr Seeschiffe als Torfschiffe gebaut. Die Gegend erreichte damit beträchtlichen Wohlstand. Auch unser Haus, das über dreihundert Jahre alt ist, ist ein sog. „Kapitänshaus“. Es ist also in erster Linie ein Wohnhaus, mit kleinem Stallbereich, weil die Haupteinnahmen ja aus der Seefahrt kamen. Bei alten ostfriesischen Häusern ist übrigens, anders als z.B. in Schlesweig-Holstein, nur der Stallbereich „reitgedeckt“. Damit wollte man verhindern, dass bei einem Brand des Reitdaches auch das Vorderhaus mit abbrennt. Vorderhaus und Stall waren innen durch eine Brandmauer getrennt.

So, und nun begeben wir uns demnächst in ein, hoffentlich erfolgreiches, LENR-Jahr 2017.

Herzlichst – Ihr Willi Meinders

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