13.12.2019 - 06:00

Und es gibt sie doch:

SAUBERE UND BILLIGE ENERGIE DURCH KALTE KERNREAKTION

Weblog LENR-Blog  [0 Kommentare]  backzurück
nächster Eintrag
Update: Fr, 25. November 2016
voriger Eintrag
Update: Fr, 25. November 2016
 Eintragerstellt am 25.11.2016 - 18:18 von Admin [Kategorie: Technik]





Ich hatte verschiedentlich über Leif Holmlid berichtet. Zuerst in einem Bericht vom 24.9.15 den ich hier wiederhole:

Die guten Nachrichten häufen sich. Jetzt gibt es eine Pressemitteilung der Universität Göteborg, über eine weitere neue Form der Energieerzeugung mittels LENR. Die Übersetzung erfolgte vom Blog ecat-world per Google-Übersetzer vom schwedischen ins Englische und von mir nun vom Englischen ins Deutsche. Hoffen wir, dass möglichst viel vom ursprünglichen Inhalt richtig wiedergegeben ist. (Wie immer bin ich dankbar für Hinweise auf mögliche Fehler). Hier zunächst der Original-Link:

http://www.gu.se/omuniversitetet/aktuellt/nyheter/detalj//smaskalig-karnfusion-kan-bli-ny-energikalla.cid1323710

Hier nun der Text: Kernfusion könnte bald in kleinen Kraftwerken zum Einsatz kommen. Dies bedeutet umweltfreundliche Wärmeerzeugung und die Erzeugung elektrischer Energie zu geringen Kosten mit der Nutzung von Wasser. Beides, die Erzeugung von Wärme und die Generierung elektrischer Energie können in wenigen Jahren entwickelt werden, basierend auf den Forschungen, die hauptsächlich in der Universität Göteborg stattgefunden haben.

Kernfusion ist ein Prozess, in welchem Atomkerne fusionieren und dabei Energie freisetzen. Wegen der schwachen Bindung kleiner Atomkerne kann Energie durch die Fusion zwei kleinerer Atomkerne in einen größeren (schwereren) erzeugt werden.

In Zusammenarbeit zwischen Forschern der Universität Göteborg und der Universität von Island, wurde ein neuer Typ nuklearer Fusion untersucht. Es gibt dabei fast keine Neutronen, aber stattdessen schnelle, schwere Elektronen (Muonen) weil es auf nuklearen Reaktionen in ultra-dichtem schwerem Wasserstoff (Deuterium) basiert. (Anm.: Ich hoffe, das ist so präzise beschrieben)

Dies ist ein großer Fortschritt gegenüber anderen Fusionsprozessen, die derzeit in anderen Einrichtungen entwickelt werden, weil die Neutronen solcher Prozesse gefährliche radioaktive Strahlen erzeugen können, sagte Leif Holmlid, emeritierter Professor der Universität Göteborg. (Anm.: Mir ist nicht klar, welche Art von Fusionsforschung er damit meint, ich denke aber die sog. „heiße Fusion“)


Keine radioaktive Strahlung: Diese neue Fusion kann durch Zündung mit einem Laser in relativ kleinen Reaktoren mit schwerem Wasserstoff (Deuterium) als Füllung gestartet werden. Es hat sich bereits gezeigt, dass dabei mehr Energie erzeugt wird, als zum Starten benötigt wurde. Schwerer Wasserstoff ist reichlich in normalem Wasser vorhanden und leicht wiederverwendbar. Der gefährliche radioaktive schwere Wasserstoff (Tritium), welcher wahrscheinlich für große zukünftige Fusionsreaktoren in einem Magnetfeld benötigt wird, ist nicht erforderlich. (Hier ist wohl eindeutig die „heiße Fusion“ gemeint.)

Ein großer Vorteil der schnellen schweren Elektronen in diesem neuen Prozess ist, dass sie „geladen“ sind und daher direkt elektrische Energie abgeben. Die Energie von Neutronen produzieren große Mengen anderer Typen von Fusionen und sind schwierig zu beherrschen, weil Neutronen „ungeladen“ sind. Solche Neutronen haben hohe Energie und sind schädlich für lebende Organismen, während die schnellen schweren Elektronen weniger gefährlich sind.

Neutronen sind schwierig abzubremsen oder zu stoppen und erfordern Meter-dicke Behälter. (Auch hier ist ganz sicher die „heiße Fusion“ gemeint). Muonen, die schnellen schweren Elektronen, zerfallen dagegen schnell in ordinäre Elektronen oder ähnliche Partikel.

Die Forschung hat gezeigt, dass kleinere und einfachere Fusionsreaktoren gebaut werden können. Der nächste Schritt ist, auf direktem Wege elektrische Energie zu generieren. Die Forschung auf diesem Gebiet wird von der GU Ventures AG unterstützt, einer Holding der Universität Göteborg. Die Ergebnisse sind kürzlich international in drei wissenschaftlichen Journalen veröffentlicht worden.


Ein weiteres Update zu Holmlid gab es am 23.2.16:

In meinem Update vom 24.9.15 hatte ich über eine Erfindung der Universitäten Göteborg und Island berichtet, wo die beiden Forscher Holmlid und Olafson die theoretischen Grundlagen für eine direkte Erzeugung elektrischen Stromes im Wege eines LENR-Prozesses berichtet hatten. Noch vor kurzem hatte sich ein angesehenes Wissenschafts-Journal geweigert, Forschungsergebnisse der beiden Wissenschaftler zu veröffentlichen. Nun gibt es eine neue Entwicklung. Die amerikanische physikalische Gesellschaft hat die beiden Herren zum Vortrag gebeten und man hat es gewagt, den Begriff "LENR" in einem offiziellen Organ dieser Institution zu erwähnen:

Saturday, April 16, 2016
4:54PM - 5:06PM

E11.00008: Rydberg phases of Hydrogen and low energy nuclear reactions
Sveinn Olafsson , Leif Holmlid

Quelle: http://meetings.aps.org/Meeting/APR16/Session/E11.9


Am 13.5.16 hatte ich darüber berichtet, dass es offensichtlich eine Kooperation (oder enge Kontakte) zwischen Airbus und Holmlid gibt:

Update 13.5.16
Ich hatte mehrfach über Prof. Leif Holmlid berichtet. Er hatte es geschafft, sogar vor der amerikanischen physikalischen Gesellschaft zu seiner LENR-Erfindung vortragen zu dürfen. Er hat ein sehr komplexes Gerät zur direkten Erzeugung elektrischer Energie mittels LENR erfunden und zum Patent angemeldet. Vor allen Dingen ist er einer der wenigen Wissenschaftler, die in der Lage sind, eine theoretische Erklärung für den Vorgang anzubieten. (Diese ist allerdings so kompliziert, dass ich sie nicht einmal im Ansatz nachvollziehen kann)

Nun wird es interessant: Am 23.3.15 hatte ich darüber berichtet, dass Airbus ein LENR-Patent angemeldet hat. Diese Anmeldung kam von Airbus-Defense in München. Als Mit-Erfinder hatte die Patentanmeldung Bernhard Kotzias unterzeichnet. Dieser B. Kotzias arbeitet jetzt für Astrium, dass europäische Zentrum für Raumfahrt in Bremen. B. Kotzias hat gemeinsam mit Prof. Leif Holmlid eine wissenschaftliche Veröffentlichung getätigt, mit dem Titel: “Phase transition temperatures of 405-725 K in superfluid ultra-dense hydrogen clusters on metal surfaces”. Die Tatsache dieser gemeinsamen Veröffentlichung deutet auf eine Zusammenarbeit zwischen Airbus und der Universität Göteborg hin.
Quelle: http://gbgoble.kinja.com/airbus-addendum-9-may-2016-lenr-nrnflight-1775665587

Wie schön, während es also für die deutsche Politik LENR weiterhin "nicht gibt", schreiten die wichtigen Firmen voran.


Die Arbeit von Holmlid ist so wichtig für die LENR-Szene, weil er

a. Über eine breite wissenschaftliche Akzeptanz verfügt

b. weil die von ihm entwickelte Gerätschaft in der Lage ist, auf direktem Wege elektrischen Strom zu erzeugen.

170 Aufrufe | keine Kommentare | Druckansicht Druckansicht


 «« voriger Eintrag      Ein Kommentar schreiben ein Kommentar schreiben      nächster Eintrag »» 


Coldreaction - saubere und billige Energie

LENR - Update: Fr, 25. November 2016

Saubere und billige Energie durch kalte Fusion

phpSQLiteCMS 3.0 , © 2002 by Space Design