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Und es gibt sie doch:

SAUBERE UND BILLIGE ENERGIE DURCH KALTE KERNREAKTION

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 Eintragerstellt am 20.03.2015 - 10:10 von Admin [Kategorie: Technik]

Seit es dem russischen Physiker Alexander Parkhomov gelungen ist, den Rossi-Reaktor nachzubauen, versuchen Forscher auf der ganzen Welt, es ihm gleichzutun. Das Problem ist nicht, den Reaktor zu bauen, sondern eine Füllung (Hauptbestandteil Nickel) zu finden, die einen stabilen Betrieb erlaubt. Bisher ist das nur Rossi gelungen. Nun meldet allerdings auch Parkhomov, dass sein Reaktor, im Gegensatz zu seinen ersten Experimenten, seit Tagen stabil läuft. Er produziert dabei 3,2 mal mehr Energie, als ihm zugeführt wird.

Überhaupt scheint es so, dass (neben Rossi selbst), die Russen bei dem Nachbau des Rossi-Reaktors die „Nase vorn“ haben. Die Amerikaner sind sicherlich noch weiter, arbeiten aber, wie die NASA, hinter verschlossenen Türen. Ganz offen arbeiten dagegen die Forscher im „Martin Fleischmann Memorial Project“ in den USA. Sie kooperieren in beschränktem Maße mit Parkhomov, sind aber nicht ganz so weit. Sie erreichen zwar hohe Temperaturen, aber der Ablauf scheint nicht so stabil.

In Russland dagegen beschäftigen sich staatliche Forscher, wie Parkhomov, ganz offen mit LENR. Ich hatte ja schon berichtet, dass sich der Rossi-Reaktor für eine Miniaturisierung eignet. Man kann sich also vorstellen, dass ein sehr kleines tragbares Gerät Strom oder Hitze liefert. Gleichzeitig haben die Russen um Parkhomov ein Verfahren entwickelt, die Reaktor-Füllungen standardisiert als Pellets zu produzieren. Es wird auch berichtet, dass diese Füllungen über ein Jahr Energie liefern und dann problemlos ausgetauscht werden können.

Das “Department of Nuclear, Plasma and Radiological Engineering, University of Illinois” berichtet über große Fortschritte bei der möglichen Anwendung von LENR für die Raumfahrt. Es gibt noch Probleme mit möglicher Überhitzung der Reaktoren und dem Verschmelzen (Versintern) der Reaktorfüllung. Aber man scheint auf gutem Wege zu sein. Aber die Vorteile für die Raumfahrt sind, gegenüber anderen Energieformen, enorm: Der Reaktor ist federleicht, liefert große Energiemengen für lange Zeit.

Hier das komplette Dokument, welches in hervorragender Weise den „Stand der Technik“ in der kalten Fusion wiedergibt.



Warum hört man in der Mainstream-Presse von alledem nichts? Zum einen fehlt es an der Unterstützung durch staatliche Forschungseinrichtungen, die ja nach wie vor mit großem Aufwand an der Kernfusion forschen, aber eben an der „heißen“ Variante. Das die von Pons und Fleischmann erstmals 1989 beobachtete kalte Fusion nun eine Wiederauferstehung erlebt, passt nicht ins Konzept. Aber nun haben wir Gott sei Dank das Internet. Die Mainstream-Presse hätte niemals sachgerecht berichtet, dazu ist das Thema vielleicht auch zu kompliziert. Rossi hätte auch niemals bis heute durchhalten können, gäbe es das Internet nicht. Und so tauschen sich mehr denn je Wissenschaftler aus aller Welt über die kalte Fusion aus und es besteht die Hoffnung, dass die Energieproduktion eine „Open Source“ Technologie werden könnte.

Die EU-Kommission hat schon 2012 veröffentlicht, dass das Phänomen der Kalten Fusion nicht länger in Zweifel zu ziehen ist und das sich die Nationalstaaten über ihre Forschungsergebnisse austauschen sollten. (Die Originalveröffentlichung finden sich ziemlich am Anfang meiner Seite) So gut wie nichts ist von staatlicher Seite geschehen. (Abgesehen von Italien und Schweden) Natürlich, die kalte Fusion ist ein „Phänomen“, aber eben eines, das existiert. Aber wozu ist Forschung denn da: Doch wohl nicht, um Dinge zu erforschen, die möglichst schon patentiert sind.

Ganz am Rande: Was ich ziemlich verstörend finde, ist, dass die "Grünen" sich des Themas nicht annehmen. Seit Jahren zeichnet sich diese neue Energieform ab: Sie ist sauber, strahlungsfrei, verbraucht so gut wie keine Rohstoffe, ist technologisch nicht sehr anspruchsvoll (was die Fertigung angeht), hat so gut wie keinen Flächenverbrauch und ist in der Effizienz allen anderen Energieformen überlegen. Zudem ist sie dezentral und konkurrenzlos billig. Sie gerät zwar irgendwann in Konkurrenz zu den "erneuerbaren" Energien, aber sie können noch Jahrzehnte nebeneinander existieren.

Noch einmal eine Anmerkung zum Zeithorizont: Die 1-MW-Anlage von Rossi (Industrial-Heat) kann etwa innerhalb eines Jahres vermarktungsreif sein, wenn alles glatt läuft. Es kann auch sein, dass in den nächsten ein, zwei Jahren eine Massenproduktion des E-Cat in China anläuft (Industrial Heat hat dort eine Kooperation begonnen). Entscheidende Auswirkungen auf das Alltagsleben wird LENR wohl erst innerhalb der nächsten zehn Jahre entwickeln. Man muß sich dabei einfach vorstellen, wie riesig der Bedarf an diesen Energieanlagen wäre, wenn nach und nach alle Energieformen (zu allererst die fossilen Energien und die Atomkraft) durch sie ersetzt werden sollen.

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LENR - Update: Fr, 20. März 2015

Saubere und billige Energie durch kalte Fusion

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