Alle Rechte vorbehalten (c) 2014 http://coldreaction.net

Update: So, 29. November 2015

Drucken


Update: So, 29. November 2015 am 29.11.2015 von Admin

"Wendelstein ist betriebsbereit" titelt NTV und auch andere Medien: http://www.n-tv.de

Im Prinzip ist jede Art von Kernfusion, ob "heiß" oder "kalt" hoch willkommen. Bei Wendelstein handelt es sich um die heiße Variante. Sie hat den Nachteil, dass sie Unmengen Geldes verschlingt (bei Wendelstein bereits eine Milliarde) und unvorstellbar komplizierte Großtechnik erfordert. Das Parallel-Projekt ITER in Frankreich ist ein Geld-Grab ohne Ende, die Kosten haben sich bisher auf rund 7 Mrd. verdreifacht. Außerdem ist eine kommerzielle Nutzung in weiter Ferne. Zudem nutzt die "heiße" Fusion den Wasserstoff Tritium (also ein Wasserstoff-Atom mit zwei Neutronen) während die kalte Fusion mit dem Wasserstoffatom Deuterium (ein Wasserstoff-Atom mit einem Neutron) "auskommt". Bei der heißen Fusion kommt es zu einer Neutronen-Strahlung, d. h. "überflüssige" oder "herrenlose" Neutronen müssen aufgehalten werden. Dies geschieht mit meterdicken Betonwänden. Regelrecht gefährlich ist diese Strahlung nicht, schon nach 12,3 Jahren hört sie einfach auf. Ein Endlagerproblem ergibt sich also nicht.

Interessant ist die Stellungnahme der Grünen zu Wendelstein: Die Grünen sehen in der Kernfusion ein Hindernis für ein Gelingen der Energiewende. "Wir haben erhebliche Zweifel, ob die Kernfusion überhaupt irgendwann einmal nutzbar sein wird", sagt der Grünenfraktionschef Mecklenburg-Vorpommerns Jürgen Suhr. Kritisiert werden die enorm hohen Kosten, die die Forschung bislang verschlungen habe und die, wenn auch im deutlich geringerem Umfang als bei der Spaltung, anfallenden radioaktiven Abfälle. Das Wasserstoffisotop Tritium hat eine Halbwertszeit von 12,3 Jahren. So weit, so seltsam.

Während in anderen Ländern die kalte Fusion schon ziemlich weit oben auf der Tagesordnung steht, klammern sich unsere politischen Parteien weiterhin an "Alt-Technologien". Zu diesen gehören neben den Carbon-basierten Technologien auch die sog. "Erneuerbaren", die ebenfalls viel zu teuer und zudem nicht grundlastfähig sind und eben auch die "heiße" Kernfusion. (Die Erklärung zu den Unterschieden zwischen heißer und kalter Fusion finden sie in dem Abschnitt "Was ist LENR")


« zurück